Party, Pennen, Poppen
Studentisch Klischeekunde Verwöhnte Langschläfe? Potentielle Taxifahrer? Sich halb tot lernende Workaholics? Intellektuelle Profilneurotiker? Wir Wissen Bescheid über die studentenbezogene Schwarz-Weiß-Malerei und ihre Klischees.......
In unserer Studienstadt Rosenheim kommen auf eine Frau ( Wir Glücklichen... können es kaum fassen!) ungefähr vier Männer. Allerdings sind von diesen vier Männern statistisch gesehen dreieinhalb Holztechiker und die tragen alle karierte Hemden, haben ihre erste Freundin durchschnittlich mit 27 Jahren, halten Tolstoi für das Konkurrenzunternehmen von Toys ´R´us und sind ganz allgemein von der emotionalen Reife her ungefähr im Vorschulalter. Der halbe Mann, der übrig bleibt, ist BWL´er, Kunststofftechniker oder Innenarchitekt und damit höchstwahrscheinlich schwul. So sieht das aus! Es gibt nur noch eines, das man auf dem Campus zahlreicher antrifft als Kneipen, leere Vorlesungssäle und Copyshops: KLIESCHEES !!!!
Die treffen meist entweder Minderheiten oder solche Fachgruppen, die zahlenmäßig in der absoluten Überzahl sind, wie eben unsere über alles geschätzten Holzer in Rosenheim, die sich bekanntlicherweise Frauen nur in Gruppen ab mindestens sieben Kommilitonen nähern und abends bei einer Kneipentour das natürliche Gleichgewicht einer solchen sofort zum Kippen bringen.
Klischees der WI´ler:
Uns Wirtschaftingenieuren wird schon so lange wir alle denken können ( also seit mindestens 8 Semestern), angehängt, dass wir von Nichts eine wirkliche, aber von allem ein wenig Ahnung hätten ( Was übrigens nicht stimmt. Wir haben nämlich von garnichts´ne Ahnung... bekommen aber trotz alle dem die besten Jobs!) ! Aber das nehmen wir gerne in Kauf, denn wer ist schon gerne ein Fachidiot mit einem eingeschränkten Blickwinkel von 45 Grad. Auch in immer wiederkehrenden Intervallen müssen wir uns schlauen Sprüchen wie z.B. Der Wi´ler ist das Camel, auf dem der BWL´er zum Erfolg reitet! aussetzen. Dennoch haben wir uns nie entmutigen lassen. Zum Nachteil aller Mitstudenten der anderen Studiengänge wird bei UNS sehr großer Wert auf die soziale Kompetenz bzw. Intelligenz gelegt, und wir haben uns immer viel Mühe gegeben, dies zu pflegen und zu hegen. Wer weiß, ob uns dass immer gelungen ist!?
Klischeekunde nach Fachrichtungen:
Aber die anderen Fachrichtungen sind auch nicht besser: Da wären z. B. Die Holztechnik- und Holzbau / Ausbau Studenten. Die tragen alle bekanntermaßen karierte Holzfäller Hemden ( Kein Wunder, da es sich ha bei dieser Spezies auch fast ausschließlich um Zimmerer oder Schreiner handelt.) , und ist es damit noch nicht genug, kommt im 8. Semester noch ein meist unansehnlicher Holzerhut dazu. Die vereinzelt und rudimentär auftretende HOLZER - FRAUEN haben entweder Haare auf den Zähnen oder sind imstande mit der flachen Hand einen Baum zu fällen. Was man den Holzern aber wirklich zu Gute halten muss, ist, dass sie wirklich gut und viel feiern und saufen können. Prost Kollegen!
Kommen wir zu den Innenarchitekten. Die uns allseits bekannten Bastelmäuse ( oder Ratten?) verbringen gerne ganze Vormittage bei OBI, um sich ihre eigenen Möbel in Einzelteilen zu kaufen und anschließend zusammen zu schustern. Sie sind wirklich sehr hübsch anzusehen, aber SONST ist da leider oft nicht viel zu holen. Böse Zungen munkeln, dass solche hübschen Menschen nur dumm oder homosexuell sein können. Auch mit dem Trinken ist es nicht weit her bei den Innenarchitekten, denn als prädestinierter Sekttrinker hat man in Rosenheim keine Chance und wird schon nach dem zweiten Bier von jedem einigermaßen geübten Biertrinker unter den Tisch gesoffen.
Direkt hinter den Innenarchitekten kommen die BWL Studenten, zumindest was die Schönheit der weiblichen BWL Studentinnen angeht. Trotz dieses Schönheitsbonus´ sind sie aber ein ganz eigenes Völkchen, welches den ganzen Tag mit kuriosen betriebswirtschaftlichen Zahlen um sich wirft. Ach ja, und man beachte bitte immer den akkuraten Dress mit anzug und Krawatte.
Die Informatik Studenten bekommt man eigentlich nie zu Gesicht. Das scheint wohl daran zu liegen, das sie den ganzen Tag vor den Rechner hängen und ihr Dasein einer uns völlig fremden Art des Vergnügens widmen. Verlassen sie dann doch mal ihre 8m² Zimmer, dann sind sie wahrscheinlich immer am Aktenkoffer und dne 10 Jahre alten Adidas Turnschuhen, allerding mit stattlicher Körpergröße ( und einem Bauchansatz) zu erkennen. Aber sprecht besser keinen Informatiker an, es sie denn Ihr beherrscht das Bit und Byte Alphabet im Schlaf. Sie sind wirklich fern von dieser Welt.
Und zu guter letzt die Kunstoff und Produktionstechnik- Studenten, von denne man leider auch nicht sehr viel mitbekommt, weil sie wirklich sehr unauffällig sind. Dennoch besitzen sie eine gewisse Neigung zu karierten Hemden, was sie wieder ein wenig skurril wirken lässt.
Ja, so ist das mit dem lieben Studentenvolk an der FH ROSENHEIM
NICHTS ALS DIE WAHRHEIT:
Alle Studenten gemein ist aber, das sie von den Nichtstudierenden verachtet werden, weil das Leben eines Studenten nur aus Party, pennen und poppen besteht ( Man/n, ich würde mit keinem tauschen wollen
). Und die Studierenden wiederum verachten die Nichtstudierenden, weil die zu dumm waren, sich für ein Leben das nur aus Party, pennen und poppen besteht, zu entscheiden (That´s life. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!). Studenten Schlafen lange und sitzen gerne in Cafés (oder in der Mensa). Dass sie dafür Abends um acht noch Kurse besuchen und in den Cafés auch durchaus mal ein Referat vorbereiten, fällt dabei nicht ins Gewicht. Galten Studenten in dne 68ern noch als Unruhestifter, Gruppensexfans oder Dauerdemonstranten, sind sie heute Spaßyuppies, die sich von der letzten Party beim Chillen in gemütlichen WISSENSCHAFTLICHEN Vorlesungen erholen, oder sich die ganze nacht in Rudeln MUT antrinken, um morgens endlich die einzige Frau in einer Holztechnik-Vorlesung angraben zu können, wobei das ja keine Eile hat, denn bei 12 Semestern sollte sich schon mal eine Gelegenheit ergeben ( Statistisch gesehen zumindest, aber jeder von uns kennt ja den Unterschied zwischen Theorie und Praxis ;-)).
All das ist wahr. Ausnahmen gibt es keine. Nirgendwo, niemals.